MARIA MOOG-GRÜNEWALD

Die Moderne – „ein unvollendetes Projekt“?

Organisation: Prof. em. Dr. Maria Moog-Grünewald, Romanistik und Komparatistik
Mi 18-20 Uhr
Hörsaal 22, Kupferbau

‚Modern‘ ist ein leichtsinnig gebrauchter und fahrlässig verbrauchter Begriff – zur distinkten Bezeichnung kaum (mehr) tauglich. Gleiches gilt für ‚die Moderne‘: Über ihre zeitliche Bestimmung gibt es keinen Konsens. Der Begriff der ‚Sattelzeit‘, eine Metapher, mit der Reinhard Koselleck jene ‚Epochenschwelle‘ zwischen Früher Neuzeit und Moderne wirkmächtig in die Diskussion brachte, ist inzwischen zu einer wohlfeilen Referenz verkommen. Die Schwierigkeit jeder Zeit-, gar Epochenbestimmung liegt darin, dass es bei genauerem Besehen so etwas wie radikale Einschnitte nicht gibt. Schon Begriff und Sache der ‚Revolution‘, der Umwälzung, sind janusgesichtig: der auf eine andere Zukunft zielende Umsturz hat – wie absichtsvoll auch immer – einen Bezug zur Vergangenheit: Die sog. ‚Große Revolution‘ von 1789 ist nurmehr das eklatanteste Beispiel. Und doch ist bei aller notwendigen Austarierung der epochalen Übergänge, der historischen Phasenverschiebungen eine fundamentale Differenz auszumachen zwischen ‚Moderne‘ und ‚Antike‘, jeweils verstanden als longue durée: es ist – kurz gesagt – die Differenz in der Bestimmung der Rationalität. Und es war im wesentlichen der Nominalismus des 14. Jahrhunderts, dessen Vernunftbegriff für die nachfolgenden Jahrhunderte prägend wurde, den „philosophischen Diskurs der Moderne“ (Habermas) initiierte. Was aber bislang kaum gesehen und richtig eingeschätzt wurde: Der ‚ästhetisch-künstlerische Diskurs‘ der Moderne ist zugleich mit- und widerstreitend; die Kunst, die Literatur (nicht anders als die Musik) gehen durchaus den Weg der Moderne, doch sie setzen zugleich eigene Akzente, indem sie weitgehend – wie absichtsvoll auch immer – einer Rationalität der Vormoderne verpflichtet bleiben. Die Vorlesung möchte die Probe aufs Exempel machen.

23.10.2019: Modern/Moderne – Versuch, einen Begriff zu bestimmen

30.10.2019: Theologischer Absolutismus? Petrarcas Secretum

06.11.2019: Mundane Selbstbehauptung? Boccaccios Decameron

13.11.2019: Universalienstreit: Der Sieg des Nominalismus und die Folgen für die Moderne

27.11.2019: Exemplum und Kontingenz: Machiavellis Il Principe

04.12.2019: Erfahrung der Vielheit: Montaignes Essais

11.12.2019: Denken als Prinzip: Descartes‘ Discours de la Méthode und Meditationes

08.01.2020: Prof. Dr. Arbogast Schmitt, Universität Marburg: Ein Rückblick – Descartes und Platon

15.01.2020: Einspruch als Widerspruch: Pascal und seine Pensées

22.01.2020: Vollendung im Unendlichen: Friedrich Schlegels Studium-Aufsatz und die Romantisierung der Moderne (mit einem Rückblick auf das Jahrhundert der Aufklärung)

29.01.2020: Radikale Modernität? Baudelaires Les Fleurs du Mal

05.02.2020: Vollendung – ein Signum der Moderne? Prousts Recherche du temps perdu

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LEXIKON »MYTHENREZEPTION«

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Der Band strebt eine Neuperspektivierung des moralistischen Diskurses vor allem in den romanischen Ländern unter primär ästhetischen Gesichtspunkten an. Im Zentrum stehen Aspekte der Konturierung des Menschen als eines Wesens, das nur aus der Erfahrung und Beobachtung des Konkreten näher zu bestimmen ist und dabei immer schon konzeptuell verfehlt wird. Gegenüber der Tradition der Forschung liegt der Akzent auf der ästhetischen Modellierung innerhalb der als ‚Moralistik‘ geltenden Texte. Durch die Ausweitung des klassischen Kanons der Frühen Neuzeit in die Moderne hinein ergibt sich zudem eine entscheidende Neuperspektivierung: Die spezifisch moralistische Ästhetik vermag gerade in der ihr eigenen sprachlichen Fragilität die moralistische Verfehlung zu profilieren und zugleich zu subvertieren und gibt derart vielfältige und dennoch vergleichbar selbstreflexive Formen der Selbst- und Fremdkonturierung zu erkennen.

Mit Beiträgen von:
Günter Bader, Rudolf Behrens, Jörg Dünne, Roland Galle, Andreas Höfele, Wolfgang Matzat, Maria Moog-Grünewald, Katharina Münchberg, Patricia Oster, Helmut Pfeiffer, Jörn Steigerwald, Karlheinz Stierle, Rainer Warning, Friedrich Wolfzettel

Rezensionen:
Thoma, Heinz, in: IASLonline [08.09.2012]
[http://www.iaslonline.de/index.php?vorgang_id=3429]

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LEXIKON »MYTHENREZEPTION«

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Anlaß dieses Sonderheftes ist die Gründung der Zeitschrift für Ästhetik und Allgemeine Kunstwissenschaft vor hundert Jahren durch Max Dessoir. Die Beiträge nehmen Bezug auf die ursprüngliche Intention des Gründers, Ästhetik und Kunstphilosophie nicht allein als zwei getrennte Disziplinen zu behandeln, vielmehr zugleich die Aufgabe einer »Allgemeinen Kunstwissenschaft« im nachidealistischen Zeitalter neu zu definieren. Ausgehend von dieser Intention suchen sie zum einen den Status der Metaphysik innerhalb der gegenwärtigen Ästhetik zu erkunden, zum andern an vier prominente Autoren der Zeitschrift zu erinnern. Die Beiträger (unter ihnen die Herausgeber und Beiräte der Zeitschrift) reflektieren, diskutieren und schärfen das besondere Profil, durch welches sich die ZÄK von anderen Periodika abhebt, in seinen theoretischen Ursprüngen wie in seinen fachspezifischen, d.h. sich von Disziplin zu Disziplin unterscheidenden Konsequenzen.

Rezension:
Hübsch, Stefan, in: Zeitschrift für Ideengeschichte 1/4 (2007), 113-116.

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Es scheint ein Paradox: Die Dichtung im emphatischen Sinne simuliert in der und durch die letztlich unhintergehbare ‚Teilhabe am Seienden’ die ‚Teilhabe am Sein’, sucht mithin Platons Verdikt gegen die Dichtung mit Platon selbst zu widerlegen. Entscheidend ist in diesem für die Dichtung, die Kunst der Neuzeit wie der Moderne gleichermaßen grundlegenden Prozeß der ästhetischen Immanentisierung (neu)platonischer Philosopheme dessen ‚Erotisierung’: es ist – allegorisch gesprochen – die treibende Kraft des Eros, wie ihn Diotima ebenso facettenreich wie bündig beschreibt und wie u.a. Ficino ihn neuplatonisch differenziert, der die ihre eigene Materialität transgredierende Sprache ermöglicht und zugleich dieser Ermöglichungsstruktur ein ‚Anschauungsbild’ gibt. Die (neu)platonische Prägung der Ästhetik der Neuzeit und der Moderne ist in ihrer Tragweite bislang kaum erkannt. Der Band setzt sich zum Ziel, hierzu einen ersten Forschungsbeitrag zu leisten.

Besprechungen:
Gala Rebane, in: Archiv für das Studium der neueren Sprachen und Literaturen 246/2 (2009), 391-395.
Vdr, in: Kunstbuchanzeiger.de [http://www.kunstbuchanzeiger.de/de/themen/kunst/rezensionen/828/]

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Der vorliegende Band vereinigt die Texte, die als Vorträge während des Tübinger Italianistentags gehalten worden sind. In vier Sektionen (Sprachwissenschaft, Rhetorik interdisziplinär, Literaturwissenschaft, Didaktik) widmen sich die Studien verschiedensten Aspekten der Rolle, die rhetorische Ordnungen und ihre Unterwande- rungen oder Transformationen in der italienischen Kulturgeschichte, in Sprache, Literatur und im Bereich der Didaktik des Italienischen spielen. Auf diese Weise ergibt sich ein Panorama aktueller Forschungen, die – auf Geschichte und Gegenwart fokussiert – die Bedeutung rhetorischer Textgene- rierungsverfahren sowie performativer Aspekte in einer Kultur aufscheinen lassen, die wie kaum eine andere das antike Erbe der Eloquentia in ganz unterschiedlichen sprachlichen Bereichen weiter- entwickelt hat.

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Autobiographisches Schreiben ist ästhetische Konkretion philosophischer Selbstsorge: so die These der Beiträge dieses Bandes, deren Paradigmen von der Spätantike bis in die Moderne reichen und sieben Nationalliteraturen repräsentieren. Nicht die traditionellen Fragen nach vermeintlichen Gattungsspezifika interessieren, vielmehr die Genese prämoderner und moderner Subjektkonstitution in autobiographischen Texten aus dem Geiste der platonischen Selbstsorge und ihrer hellenistischen Varianten.

Besprechung:
Daniel Madelénat, in: Revue de littérature comparée 319 (2006), 365-366.

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›Apokalypse‹ ist eine basale Denk- und Argumentationsfigur der abendländischen Kultur. Im ästhetisch-literarischen Bereich erscheint seit der Spätantike, vermehrt seit der Frühen Neuzeit und a fortiori in der Moderne ›Apokalypse‹ vielfach als Thema, Motiv und Topos, zugleich aber und vor allem auch als Struktur: die ›apokalyptische‹ Struktur ist gekennzeichnet von der Setzung des absolut Anderen, des radikal Neuen unter der Voraussetzung der Nichtung des Alten. Ihr Signum ist die ›Wendung‹ (Katastrophë) in ein Noch-Nicht auf dem Grund eines Nicht-Mehr. Modell ist die Apokalyptik, jene große und bis in früheste Zeiten reichende literarische Gattung der Apokalypsen, in denen Vorstellungen von den Ereignissen des Welt-Endes, näherhin des Weltgerichts und der neuen Welt, in mythisch-phantastischen Bildern zum Austrag kommen. Apokalypse meint – im Wortverständnis – nicht oder nicht nur ›Weltuntergang‹, sondern Enthüllung. Von Interesse ist nun, daß die Kunst und Literatur insbesondere der Moderne – verstanden als longue durée – sich die primär eschatologisch-geschichtsphilosophische Denkfigur zueigen gemacht hat in einer doppelten ›Wendung‹: vom Ethischen ins Ästhetische. Der ›apokalyptische‹ Modus wird reflektiert als Textstruktur, die ihrerseits motiviert sein kann durch das Thema resp. den Topos der ›Apokalypse‹.
Die Beiträge des vorliegenden Bandes thematisieren ›Apokalypse‹ im Alten und Neuen Testament, sie weisen insbesondere ›Apokalypse‹ als Thema und Struktur in Texten der Spätantike, der Frühen Neuzeit und der Moderne aus, und sie zeigen, daß vornehmlich die Literatur der Moderne gekennzeichnet ist durch die ästhetische Reflexion der ›Apokalypse‹.

Besprechungen:
Andrea Fahrner, in: Romanische Forschungen 118/1 2006, 126ff.
o.A., in: Germanistik 44/3-4 (2003), 703 [4740].
o.A., in: Lehrerbibliothek.de [http://www.lbib.de/query.php?id=12412]

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Das Neue bestimmt die ästhetische Reflexion und philosophische Konzeption nicht anders, als es Maß der Wissenschaftlichkeit und des Fortschritts ist. Das Syndrom par excellence der Moderne in seinen differenten Facetten – den erkenntnistheoretischen, philosophischen, szientifischen, ästhetischen, poetologischen und poiëtisch-künstlerischen – zu verfolgen, impliziert zugleich, deren Interaktionen zu beschreiben und deren Prozeßhaftigkeit in der Geschichte zu entfalten. Dazu zählen skeptische Widerständigkeiten gleichermaßen wie emphatische Proklamationen.
Die Beiträge dieses Bandes reflektieren die Denkfigur des Neuen in je differenter Perspektive von der frühen Neuzeit bis in die unmittelbare Gegenwart in den Bereichen der Theologie, der Philosophie und der Literaturwissenschaft, der Ästhetik und Poetik, den Literaturen insbesondere in deutscher, englischer und französischer Sprache. Sie machen deutlich, daß die Denkfigur des Neuen ubiquitär ist in allen Wissenschafts- und Kunstsystemen.

Besprechungen:
Ertugrul, Bilge, in: Literary Research/Recherche Littéraire 19/37-38 (2002), 323- 325.
Japp, Uwe, in: Germanistik 43/3-4 (2002), 664-665.
o.A., in: KULTURnews 12/9 (2002), 10.

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Schon seit jeher sind Texte und Bilder sowohl in Form einer Medienkonkurrenz als auch durch eine durchaus wechselseitige Faszination miteinander verbunden. Zum einen lassen sich Bilder zu einem guten Teil erst von einem textuell organisierten Kulturraum her verstehen, sie sind (zumindest partiell) lesbar wie Texte. Zum anderen zeigen sich Texte vom Beginn unserer Kultur an nicht nur interessiert an Bildwerken, sondern scheinen stets von neuem mit diesen und deren spezifischen Möglichkeiten der Repräsentation zu wetteifern.
Die Fallstudien des Bandes eröffnen konzise Blicke auf die unterschiedlichen (medien-)historischen Signaturen dieses Problems. Im einzelnen werden Homers, Kleists, Peter Weiss‘ und Heiner Müllers Konzepte der Ekphrasis, Kafkas literarische Wahrnehmungstheorie, die konkrete Poesie, Mariengedichte des Frühbarock, Aleksandr Bloks manieristische Lyrik, Frank O’Haras Gedichte über Werke des abstrakten Expressionismus, die allegorische Malerei als textgenerierte Bildform, Alighiero Boettis Flechtbilder, Frances Yates‘ Theorie und Johann Justus Winckelmanns Applikation der Memoria sowie Derridas und Roland Barthes‘ Bildbegriff diskutiert.

Besprechungen:
Ballestra-Puech, Sylvie, in: Revue de littérature comparée 306 (2003), 241-242.
Groene, Maximilian, in: 505-510.
Kearful, Frank, in: American Literary Scholarship 2001, 476.
o.A., in: Germanistik 43/3-4 (2002), 673.
o.A., in: Romanische Forschungen 114/4 (2002), 505ff.
o.A., in: Monatshefte 94/3 (2002), 387f.

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Die Beiträge des Bandes haben zum Gegenstand, die ästhetisch inszenierte Relation von Kontingenz und Ordo in narrativen Texten näherhin zu beschreiben, damit zugleich den Nachweis zu führen, daß das Erzählen in der Neuzeit sich in Folge dieser Relation selbst begründet bzw. begründen muß: Der ›discours‹ restituiert, hochkomplex und äußerst fragil, einen Ordo, den die ›histoire‹ desavouiert – und umgekehrt. Erzählen und ›Wahrnehmung‹ stehen somit in einer Interrelation, die ein eindeutiges ›Prae‹ und ›Post‹ letztlich ausschließt, die es unentscheidbar macht, ob eine neue ›Wahrnehmung‹ ein neues Erzählen generiert oder ob ein neues Erzählen eine neue ›Wahrnehmung‹ konstituiert: die ursächliche Kontingenz des Ordo bedingt einen Ordo der Kontingenz.

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Following the structure of the Classical Tradition volumes of Brill’s New Pauly this Supplement volume – The Reception of Myth and Mythology highlights the routes and works through which the myths of Greece and Rome have passed into the cultural memory of Europe over the centuries, into its literature, music and art and its reflections on aesthetics and philosophy. New media too, such as film, comics and advertising, have taken up the ancient mythological figures. 187 illustrations provide visual examples of this history.
The articles discuss the ancient testimonies to a particular myth and pursue the theme through late antiquity and the Middle Ages into the early modern period and the (post)modern world. A bibliography at the end of each entry presents the current state of scholarship.
The indices provide references firstly to other mythical figures, and secondly to over 2,600 representative figures of all creative genres from antiquity to the present day who have taken up, interpreted and constantly reshaped the ancient myths.
This is a valuable addition to the increasing literature on the influence of Classical culture on later generations.

The Reception of Myth and Mythology beim Brill-Verlag

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Das Lexikon präsentiert erstmalig in ausführlichen Artikeln die breite Wirkung und Rezeption herausragender Figuren der griechisch-römischen Mythologie von der frühen Antike bis in die Gegenwart in Literatur, Kunst und Musik, Tanz und Film, auch Philosophie, Psychologie. Es berücksichtigt weder reine Personifikationen noch historische Figuren, Orte, geschichtliche Ereignisse. Das sich von den bislang vorliegenden Mythologie-Nachschlagewerken Unterscheidende des neuen Lexikons liegt im Anspruch, nicht allein die äußerst umfangreiche Forschung zur Kenntnis zu nehmen und kritisch darzustellen, mithin den Forschungsstand zu reflektieren, vielmehr in den einzelnen Lemmata neue Forschungsakzente zu setzen, auch weitere Forschungsarbeiten anzuregen.

Mythenrezeption beim J.B. Metzler-Verlag

Website der Mythenrezeption

Besprechungen:

Giorgio Baruchello,  in: Nordicum-Mediterraneum 6/1 (2011) [http://nome.unak.is/nm-marzo-2012/6-1x/25-reviews61/73-maria-moog-gruenewald-ed-brills-new-pauly-supplements-4-the-reception-of-myth-and-mythology-leiden- boston-brill-2010].
Antonia Eder, in: Freiburger GeschlechterStudien 23 (2009), 358-359.
Jörg Frey, in: Theologische Literaturzeitschrift 134/11 (2009), 1177-1179.
Eric M. Moormann, in: Bryn Mawr Classical Review 73/4 (2009) [http://bmcr.brynmawr.edu/2009/2009-04-73.html].
Anna Peters, in: webcritics (2009) [http://webcritics.de/page/book.php?id=2814].
Volker Riedel, in: Anzeiger für die Altertumswissenschaft 63/3-4 (2010), 168-172.
Klaus Schreiber, in: Informationsmittel (IFB) 268/1-2 (2008).
Heike Talkenberger, in: Gegenwärtige Antike 9 (2009).
Jürgen Werner, in: Anzeiger für die Altertumswissenschaft 64/1-2 (2011), 101-105.
Orell Witthuhn, in: Wissenschaftlicher Literaturanzeiger 48 (2010) [http://www.wla-online.de/katalogdetail/items/2695.html].

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Das gesamte Wissen zur Antike von A bis Z in 30.000 Einträgen
Das klassische Altertum von 2000 v. Chr. bis 1000 n. Chr.
Der Einfluss des Orients auf die griechisch-römische Kultur
Die Wirkung auf Kelten, Germanen, Slawen, Araber auf Judentum, Christentum und Islam
Wirtschafts-, Sozial- und Alltagsgeschichte
Die Entwicklungsgeschichte der philosophischen Begriffe
Ein Novum der Antikeforschung: Umfassende Darstellung der Rezeptionsgeschichte

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Beihefte zur ZÄK

Die Diskussionen der Zeitschrift werden erweitert und vertieft durch themenorientierte Beihefte, die in loser Folge erscheinen.

Mitherausgabe von 1999 bis 2016.

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Die Zeitschrift für Ästhetik und Allgemeine Kunstwissenschaft wurde 1906 von Max Dessoir gegründet und 1942 von den Nationalsozialisten eingestellt. Ab 1951 führte Heinrich Lützeler die Zeitschrift als Jahrbuch fort (von 1951 bis 1958 bei Ferdinand Enke, Stuttgart, 1958/59 bis 1965 im Kölner Universitätsverlag). Lützeler schaffte damit erneut ein Forum für die Problembereiche Philosophie des Schönen und der Kunst, Theorie der einzelnen Künste und Methodologie der Kunstwissenschaften. Seit 1966 erscheint die Zeitschrift für Ästhetik und Allgemeine Kunstwissenschaft wieder in zwei Halbjahresbänden.
Die Diskussionen der Zeitschrift werden erweitert und vertieft durch themenorientierte Sonderhefte, die in loser Folge erscheinen.

Mitherausgabe der Zeitschrift von 1999 bis 2016.

 

 

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Redaktion der Zeitschrift: 1974 – 1992

Mitherausgabe: 1993-1995

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Ethischer wie ästhetischer Reflexion eignet ein entgrenzender Gestus, ein mit hohen Erwartungen befrachtetes Sich-Öffnen für die Fragestellungen und Denkstrukturen der jeweils anderen Disziplin. Ethik, die als ,Selbstsorge‘ das erfüllte Leben des Einzelnen zu ihrem Gegenstand macht, erkennt sich auf ›ästhetisches Denken‹ verwiesen, das das Besondere, statt als Fall einer Regel, in seiner Besonderheit im Blick hält; ›Ethopoiesis‹ ist ihr Thema. Umgekehrt gewinnt ästhetisches Denken in seiner metaphysikkritischen Orientierung ethischen Gehalt in dem Maße, wie die Ethik ihre Sätze nicht mehr metaphysisch begründen kann oder will.
Die Beiträge des vorliegenden Buches stellen grundlegende und zugleich gegenwärtig prominente Konzepte einer Zuordnung oder auch entschiedenen Abgrenzung von Ästhetik und Ethik und deren Begründung und Stellenwert im Denken des jeweiligen Autors zur Diskussion, als mögliche, zugleich auch gebotene Orientierungspunkte der aktuellen Debatte. Befragt werden unter dieser Perspektive Kant, Schiller, Nietzsche, Rosenzweig, Levinas, Luhmann; ethische Implikationen ästhetischer Konzepte werden am Beispiel des Tragödiendiskurses des frühen 20. Jahrhunderts sowie des Diskurses des Phantastischen erörtert.

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Incipit Canon Actionis. Kanon ist allererst Handlung, ist Ritual, und das heißt: Kanon ist Form, nicht Material; von daher ist ihm Theorie, verstanden als Anschauung und Reflexion, inhärent.
Das Verhältnis von Kanon und Theorie im Horizont eines Handlungsbegriffs diskutieren die Beiträge der x. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft.

Besprechungen:
Hans Bertens, in: Revue de littérature comparée 74 (2000), 232-233.
Burckhard Dücker, in: Zeitschrift für Ästhetik und allgemeine Kunstwissenschaft 45 (2000), 143-159.
Renate von Heydebrand, in: Poetica 32 (2000), 569-576.
David Nelting, in: Romanische Forschungen 111 (1999), 83-85.

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Die Reflexion über Wechselwirkungen zwischen unterschiedlichen künstlerischen Medien ist zu einem zentralen Gegenstand der internationalen Komparatistik geworden. Im vorliegenden Band werden intermediale Kontaktphänomene, die für die europäische, nord- und lateinamerikanische Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts besonders signifikant sind, in Form von Fallstudien analysiert. Die Verflechtung von Literatur einerseits und Musik, Film, Fotografie und bildender Kunst andererseits wird u.a. am Werk folgender Autoren dokumentiert: Apollinaire, Baudelaire, Proust; Hoffmann. Kafka, Th. Mann; d’Annunzio, Svevo; Carpentier, Puig; Degas, Kirchner; Rodin; H. Babenco, V. Schlöndorff.
Die Beiträger: M. Beller, W.R. Berger, E. Fischer-Lichte, V. Hell, W. Hirdt, L. Hönnighausen, J. Hösle, G.R. Kaiser, M. Kesting, Z. Konstantinovic, H. Kroll, G. Lehnen, M. Moog-Grünewald, J. Müller-Hofstede/K. Dieckhöfer, A. Nivelle, N. Oellers, D. Pageaux, P. Pütz, H.H.H. Remak, J. Riesz, L. Ritter-Santini, C. Rodiek, M. Schmeling, J. von Stackeiberg, R. von Tiedemann, U. Weisstein, Y. Zhang.

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Die große Sarah Bernhardt (1844-1923), mit bürgerlichem Namen Henriette Rosine Bernard, war neben der Duse und Charlotte Wolter eine der bedeutendsten Schauspielerinnen aller Zeiten. Sie debütierte 1862 an der Comédie Française, 1899 übernahm sie die Leitung des Théâtre des Nations (und benannte es um in Théâtre Sarah-Bernhardt). Sieben Jahre später wurde sie Professorin am Konservatorium in Paris. Jahrzehntelang füllte sie die kulturellen Nachrichtenseiten der Zeitungen ebenso wie die Klatschspalten der Journale.
Hysterisch, temperamentvoll, launisch, verführerisch, attraktiv, unberechenbar – das alles behauptet man von einer der berühmtesten Schauspielerinnen, die jemals die Theaterbühne betreten haben.
Dieses »Bibliophile Taschenbuch« vereint die alten Bilder und Texte über die »göttliche Sarah« und läßt so ein reizvolles Porträt der »Grande Dame« des europäischen Theaters entstehen.

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Dichtung im emphatischen Sinne ist – so machen alle Beiträge in je eigener Weise deutlich – „reinste und höchste Erscheinung des Poetischen“. Ihr ästhetisches Kennzeichen ist die Struktur der Transgression. Ihre philosophisch-erkenntnistheoretische Voraussetzung sind e negativo der Platonismus und e positivo der Neuplatonismus. Mithin kann von einer Ästhetisierung (neu)platonischer Philosopheme gesprochen werden, auch anders: von einer Immanentisierung der Transzendenz.

Insofern ist Dichtung ‚platonisch’ und ‚antiplatonisch’ zugleich. In intensivster Ausprägung der Poetizität, mithin in der höchstmöglichen Abstraktion von jeglicher äußeren Wirklichkeit und in der radikalen Konzentration auf die Sprache in ihrer materialen Eigenwertigkeit intendiert Dichtung, jegliche Materialität zu überwinden, die letztlich unaufhebbare Immanenz der Sprache zu transzendieren – mit dem Ziel, absolute Reinheit zu gewinnen, ‚vollkommen’ zu werden.

Die einzelnen Beiträge des Bandes „Was ist Dichtung?“ belegen exemplarisch an poetischen Texten von Homer über die Spätantike und die Epoche der Renaissance bis ins 20. Jahrhundert dieses durchaus emphatische Verständnis von Dichtung, das sich von ‚Literatur’ unterscheidet.

Besprechungen:
Andrea Fahrner-Gans, in: Romanische Forschungen 122 (2010), 279-281.
Gian Paolo Giudicetti, in: Les Lettres romanes 62/1-2 (2008), 121-124.
Franziska Meier, in: Zeitschrift für Romanische Philologie 125/4 (2009), 604ff.
Thorsten Roelke, in: Germanistik 50/1-2 (2009), 141 [997].
Christof Weiand, in: Archiv für das Studium der neueren Sprachen und Literaturen 248/2 (2011), 392-396.

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Besprechungen:
Michel Delon, in: Revue d’histoire littéraire de la France 91 (1991), 999.
Henri Duranton, in: Romanische Forschungen 103 (1991), 325-326.
Jacques Voisine, in: Revue de littérature comparée 66 (1992), 252-254.

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Besprechungen:
August Buck, in: Wolfenbütteler Renaissance Mitteilungen 4 (1980), 107-108.
Albert Gier, in: Zeitschrift für romanische Philologie 98 (1982), 441-442.
Bodo Guthmüller, in: arcadia 16 (1981), 197-200.
Howard H. Kalwies, in: Bibliothèque d’Humanisme et Renaissance 45 (1983), 391-397.

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